Geschichte der Fotografie

Die Welt in schwarz und weiß

Auch wenn Kameras heute sogar Videos in 4K aufnehmen können, so hält sich nach wie vor die Gemeinde der Freunde der Schwarzweiß-Fotografie. Sie gilt als ursprünglich und als künstlerischer. Ein Grund mag darin liegen dass hier stärker mit Kontrasten und Licht und Schatten sowie Linien gearbeitet wird, was wiederum mehr Komposition voraussetzt. Die schwarzweiß-Fotografie galt auch lange Zeit als die klassische Reportagetechnik, weil Zeitungen aus Kostengründen nur schwarzweiß-Bilder drucken konnten und diese einfacher zu produzieren waren.

Heute werden die Bilder, die man in Farbe mit Digitalkameras schießt, meistens per Computer in schwarzweiß umgewandelt. Es gibt aber auch digitale Kameras mit einem eigenen schwarzweiß Modus.

Nach wie vor kann man aber noch Kleinbildfilme kaufen und ausbelichten lassen. Hersteller sind immer noch Kodak und Ilford. Viele Künstler benutzen sogar alte Fotoplatten, die sie selbst belichten und dann entwickeln. Eine Besonderheit stellt der Infrarotfilm dar, bei dem charakteristische Bildeffekte durch die IR-Bildverschiebung entstehen.

Ein großer Teil eines fertigen schwarzweiß-Bildes entsteht auch bei der Entwicklung: Hier können durch unterschiedliche Belichtungen und Körnungen des Papiers unterschiedliche Effekte erreicht werden. Gerade im Kunstbereich werden sehr aufwändige hochauflösende Papiere benutzt, die auch mit eigens dafür geschaffenen Chemikalien behandelt werden.