Geschichte der Fotografie

Die Anfänge des Fotografierens

Wenn man von Kameras spricht, dann ist die Camera Obscura das erste Gerät, dass diesem Begriff nahe kommt. Sie war im Wesentlichen ein Loch in einer Wand, welches durch das einfallende Licht einen Gegenstand auf der anderen Seite auf dem Kopf stehend auf eine andree Wand projizierte. Leonardo da Vinci war es, der das Prinzip dahinter verstand, es dauerte aber noch zweihundert Jahre, bis aus dem Grundprinzip wirklich ein Gerät wurde.

Dabei reichte es aber nicht nur aus eine Kamera zu haben die ein Bild auf eine Wand warf – schließlich blieb es da und nur so lange wie Licht darauf fiel. Zur Fotografie gehört auch das Bildmedium – zuerst Fotoplatten, dann Filme und heute Chips. Johann Heinrich Schulze war der erste, der bemerkte, dass wenn man Salpetersäure mit einer Silberlösung und Kreide vermischt das Ganze unter Lichteinwirkung sich verändert. Andere Forscher experimentieren in ähnlicher Weise und Thomas Wedgwood war einer jener, die sich auch damit beschäftigten, das Bild zu fixieren.

Joseph Nicéphore Niépce hat Geschichte geschrieben in dem er als erster es wirklich schaffte, ein Bild auf einer Zinnplatte zu fixieren, allerdings noch als Lithografie. Benutzt wurden dabei Asphalt, Jod und und eine mit Silber beschichtete Kupferplatte, später wurden auch Zinnplatten benutzt.

Linsen verbesserten Schärfe

Aber das waren nur die Experimente, die die Grundlage der Fotografie bildeten. Louis Daguerre kam ins Spiel, und erarbeitete zusammen mit Niépce eine mit Silberiodid beschichtete Silberplatte die Quecksilberdämpfen ausgesetzt und mit einer Kochsalzlösung fixiert wurden. 1839 wurde das Modell, dass eine Belichtungszeit von unter einer Stunde brauchte der Akademie der Wissenschaften vorgestellt. Die Verfahren begannen sich zu verbessern, vor allem weil immer neue und bessere Silbersalze gefunden wurden, die die Bilder besser auflösten. Gleichzeitig wurden auch die Linsen verbessert, was sowohl Auswirkungen auf die Schärfe der Bilder als auch auf die Belichtungszeiten hatte. Es gab Experimente mit verschiedenen Papieren, darunter auch Wachspapier und die Albumin-Fotopapiere, die bald sehr populär waren. Die Belichtungszeiten betrugen jetzt nur noch etwa 20 Sekunden. Noch mussten die Fotoplatten aber vor Ort gleich nach der Belichtung entwickelt werden, was wiederum einen großen technischen Aufwand und Logistik bedeutete.

Doch auch das wurde sukzessive verbessert. Die Gelantine-Platten waren ein weiterer Durchbruch, und 1869 kamen zu den Linsen noch die Verschlüsse hinzu. Damit konnte man auch Reihenaufnahmen machen. Es wurden Objektive erfunden, die mehrere Linsen hintereinander angebracht hatten und neue Möglichkeiten der Belichtung brachten. Sogar die Grundlagen des Farbfilms wurden bereits im 19. Jahrhundert gelegt.

Der Massenmarkt wurde aber erst durch den Rollfilm von Kodak erreicht. Zelluloid löste das Papier als Trägermaterial ab, die Filme waren in einer Kapsel untergebracht, die sie vor Licht schützte, und Thomas Alva Edison gab dem Film die so charakteristische Perforation, die den Transport in Kameras erst ermöglichte.